Post der Schulseelsorgerin Fr. Kammerer

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Geschwister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist alles ganz anders! Das Corona-Virus hat unser tägliches Leben in vielen Dingen verändert. Der gewohnte Ablauf unserer Tage und die regelmäßigen Treffen mit Menschen außerhalb unserer Familie sind nicht mehr möglich. Viel von dem, was unsere Welt für uns vorhersehbar gemacht hat, gilt nicht mehr. Das verunsichert uns und macht auch manchmal Angst, den Kindern, den Jugendlichen und den Erwachsenen.

Uns allen fehlt unsere Schule als ein Ort, um mit vertrauten Menschen zusammen zu arbeiten und zu lernen, zu lachen und auch zu weinen, um miteinander zu reden und einander zu trösten.

Mir fehlen zum Beispiel sehr unsere gemeinsamen „Stillen Pausen“ und die Begegnungen.

Ich habe mir überlegt, wie ich als  Schulseelsorgerin trotzdem mit Euch und Ihnen in Kontakt bleiben kann, denn gerne würde ich mich mit Euch auch in dieser Zeit, jetzt eben auf anderen Wegen, austauschen, über das, was uns Kummer macht und auch über das, was uns gut tut und hilft.

Wenn Gewohnheiten und Gewissheiten nicht mehr gelten, tut es gut, an anderer Stelle
Sicherheit und Geborgenheit zu erfahren.
Wenn ich Dinge nicht mehr tun kann, die mir Kraft geben und mich zufrieden machen, tut es
Gut, neue Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entdecken, die mich stark machen.

Ich möchte versuchen, in der nächsten Zeit über unsere Homepage Ideen mit Euch zu teilen und gebe ganz praktische Vorschläge, was unserer Seele vielleicht hilft; ich würde mich freuen über Rückmeldungen oder andere Ideen und Erfahrungen.

Ich  freue mich riesig auf Post von dir. Gerne kannst du mir eine E-Mail schreiben. Oder einen Brief.  Ich schreibe Dir zurück, versprochen! Vielleicht magst du schreiben, wie es dir in diesen Wochen ohne Schule und Freunde geht? Oder hast Du gute Ideen?

Mit liebem Gruß

Helga Kammerer 

Ps: Eine Idee, die ich entdeckt habe: ein „Corona-Tagebuch“ anlegen: Anleitung